Die effiziente Duschroutine

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Man kann ja alles Mögliche in seinem Leben optimieren, sei es, wie man höflich beim Amt anruft und das bekommt was man will, oder wie man seine Allmachtsphantasien mit einem Pokerface verstecken kann.

 

Innerhalb dieses Artikels soll es darum gehen, was an der eigenen Duschroutine optimiert werden kann. Schließlich geht man in seinem Leben viele Male duschen, wie oft, darüber streiten sich ja bekanntlich die Geister. Es hängt stark vom Hauttyp ab, sowie den persönlichen Vorlieben. So sagt „Gesundheit heute“, dass tägliches Duschen eher schädlich ist [Ge16] und Anhänger der Cleansing Reduction Bewegung plädieren dafür, maximal zweimal in der Woche zu duschen. [Jo16] Wie oft du jetzt duscht, dass entscheidest natürlich nur du! Zum eigentlichen Duschen gibt es natürlich aber wieder hier und da kleinere Tipps, die deine Routine weitaus effizienter machen können.

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Der Duschvorgang

Was gibt es alles beim eigentlichen Duschen zu beachten? Recherchiert man zu diesem Thema, findet man sogar richtige Videos wie man sich richtig einseift und abduscht- ganz so ausführlich soll dieser Artikel nicht sein, sondern eher Anregungen bieten um allgemeine Fehler zu vermeiden.

Das Wasser nicht zu heiß einstellen

Natürlich ist es sehr angenehm, wenn man stundenlang unter der Dusche und kochendem Wasser steht, dann dampfend aus der Dusche steigt und sich freut, wie beschlagen doch das gesamte Badezimmer ist. Fakt ist, dass heißes Duschen überhaupt nicht gut für die Haut ist, weil es die Haut schneller austrocknet. [hu16]

Nicht zu lange Duschen

Das Gleiche gilt für die Länge des Duschvorgangs. Es ist nicht nur eine krasse Wasserverschwendung, wenn man stundenlang duscht, es ist ebenfalls nicht gut für die Haut, da sie hier wieder schneller austrocknen kann. [hu16] Generell ist es empfehlenswert, dass du dich kurz nass macht, das Wasser abstellst, dich einseifst und dann alles kurz wieder abspülst. Wenn das Wasser angemacht wird, solltest du sofort darunter steigen, selbst wenn es kalt ist – so sparst du wieder Wasser. [wi16]

Seife und co.

Wahrscheinlich benutzt du auch Seife wenn du duschst. Benutze dabei nicht zu viel der tausend Pflegeprodukte, ein kleiner Klecks auf die Hand reicht meistens für den gesamten Körper. Wenn du es auf einen Waschlappen oder einem Massageschwamm (am besten nicht aus Naturschwämmen) verteilst, schäumt das nochmal dreimal so gut und gibt dir eher das Gefühl, du hättest alles auf deinem Körper schön eingeseift. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch noch gut für die Haut. [hu16] Für die Haarwäsche samt Shampoo und Conditioner gilt das Gleiche und ist unter „Sei nett zu deinen Haaren: 21 Tpps für die optimale Haarpflege“ noch einmal nachzulesen.

 

Welches Produkt du zum Einseifen benutzt, hängt ganz davon ab, welchen Hauttyp du hast, denn alle drei haben Vor- und Nachteile.

  • Normale Haut: Hier empfiehlt sich das Duschgel, es erfrischt und hat auch nur leichte Pflegestoffe
  • Trockene Haut: Menschen mit trockener Haut sollten eher auf Pflegeduschen zurückgreifen, da sie mehr Pflege- und Feuchtigkeitsstoffe beinhalten.
  • Sehr trockene Haut: Duschöl schützt den Schutzfilm der Haut durch seine eigenen Bestandteile am besten [Br16]
  • Wem das zu kompliziert ist, der greift einfach auf generelle PH-neutrale Seifen zurück. Sie sind nicht basisch und zerstören daher auch nicht den Schutzfilm der Haut.

Vollständig abspülen

Achte darauf, dass keine Seife mehr auf deinem Körper ist, wenn du dich abspülst. Bleiben Seifenreste auf der Haut, irritiert sie das und die Gefahr, dass du trockene Stellen bekommst, erhöht sich. Als Anmerkung sei aber dazu gefügt: Solltest du Duschbäder benutzen, die extra dafür ausgelegt sind, dass sie auf der Haut nach dem Duschen verbleiben, brauchst du das natürlich nicht machen. [hu16]

Kalt Abduschen

Zum Abschluss der Duschroutine empfiehlt sich ein kaltes Abduschen. Persönlich kann ich sagen, dass das besser wirkt, als 10 Tassen Kaffee (wie du weniger Kaffee trinkst, erfährst du hier) und es hat auch noch andere geniale Vorteile: es kurbelt die Fettverbrennung an, hilft gegen Muskelkater [1] und verbessert die Abwehrkräfte. Es verschönert Haut und Haare (nach Walz werden sie dadurch schön glänzend [Wa13]), da es dafür sorgt, dass sich die Schuppenschicht der Haut eher schließt. So beugt man allgemein Falten und Spliss vor. [So16] Außerdem ist es dann auch nicht mehr so kalt wenn man aus der Dusche steigt. Die ganz Krassen können übrigens komplett kalt duschen, dass macht das Ganze noch effektiver.

Das Abtrocknen

Ähnlich wie die Haare, die nicht stark abgerubbelt werden dürfen, sollte auch deine Haut nicht mit einem Handtuch hektisch trocken gerubbelt werden. [hu16] Sollte man übrigens zu faul dafür sein, empfehle ich einen Bademantel aus Frottee, den man gleich nach dem Duschen anzieht. 

Die liebe Cremi

Jetzt bist du trocken, trotzdem fehlt für die optimale Duschroutine noch etwas ganz Entscheidendes: Das Eincremen. Denn das Wichtigste nach dem Duschen ist, die Haut mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen, da die Seife zum einen den Schutzfilm der Haut angegriffen hat und zum anderen, da das Wasser auf der Haut verdunstet, diese noch schneller zu trockenen Stellen neigt. [hu16] Ganz toll ist übrigens auch, den Händen und Füßen mit Hand- und Fußcreme noch einmal gesonderte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Während man danach rumsitzt und wartet, bis die Creme eingezogen ist, kann man sich übrigens auch schon einmal die Zähne putzen [2]. Empfehlenswert ist es auch, keine porentief reinige Gesichtsmaske nach dem Duschen aufzutragen, nach dem Duschen ist die Haut besonders empfindlich und bereits gereinigt, weshalb so eine Maske noch einmal für extra Irritation sorgt. [hu16]

Nützliche Dinge beim Duschen

Natürlich gibt es für einen optimalen Duschvorgang auch nützliche Dinge, die dir das Leben extrem erleichtern können und es sogar sicherer machen. 

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Der Wassersparduschkopf

Der Name ist Programm: Wassersparduschköpfe sparen Wasser. Das spart dann auch noch Geld sowie schont die Umwelt und ich garantiere dir, den Unterschied wirst du nach 2-3x Duschen gar nicht mehr wahrnehmen.

Der Duschvorhang

Solltest du nur eine Wanne mit Duschkopf besitzen, empfiehlt sich ein Duschvorhang. So kannst du beim Duschen auch stehen und dich viel besser waschen als in der Hocke (aus Angst, dass Bad vollzuspritzen). Duschvorhänge nach dem Duschen am besten immer ausziehen und trocknen lassen, so bildet sich kein Schimmel am Vorhang!

Handtücher und Bademäntel

Vielleicht kennst du das: du holst die Handtücher aus der Waschmaschine und irgendeins von den scheiß Dingern hatte wohl noch mehr Farbe dran, als die anderen und jetzt hat es die anderen Handtücher mit eingefärbt. Normalerweise magst du es vielleicht bunt, aber leider sind deine Handtücher jetzt alle in so einem bunt-gelblich-dreckig-verdammte-Scheiße-sieht-das-scheiße-aus-Farbton. Genau für dieses Dilemma empfiehlt sich, alle Handtücher in einer Farbe zu kaufen und sie bei einem Waschgang schön ordentlich zusammen durchzukochen. [3]

Die Ausrutschgefahr

Jeder der sich beim Duschen schon mal böse gepackt hat, weiß wie lebensrettend Gummi-Duschmatten manchmal sein können. Sie helfen das Risiko des Ausglibberns entscheidend zu minimieren. Wichtig ist, dass du sie nach dem Duschen immer trocknen lässt, so kann sich kein Schimmel bilden. [wi16] Badvorleger vor der Dusche erfüllen den gleichen Zweck und geben auch noch ein angenehmes Gefühl an den Füßen.

Ein Behälter für die Pflegeprodukte

Jeder, der gerne viele und spezielle Pflegeprodukte benutzt, weiß, wie abgrundtief ätzend es ist, wenn der Badewannenrand voller Flaschen steht. Meistens reißt man sie auch noch um und sie liegen dann alle auf dem Duschboden: Während man sich gerade das Gesicht wäscht. Hier wächst natürlich wieder die Unfallgefahr. Daher rate ich zu einem Behälter, den man an die Wand schraubt und der jegliche Pflegeprodukte und Seifen enthält. So muss man sich zum einen nicht bücken wenn man sich die Seife holt und zum anderen ist es sicherer. 

Die verschlossene Tür

Da wir gerade eh beim Thema Sicherheit sind: Vermeide es die Tür abzuschließen. Wenn dir etwas passiert, eben weil du auf die Fresse geflogen bist, kann niemand schnell rein und dir helfen. [wi16]

 

Ich hoffe meine Tipps für eine effizientere Duschroutine helfen dir, auch diesen Part deines Lebens zu verbessern. Solltest du noch weitere Anmerkungen oder Tipps haben, freue ich mich immer über einen Kommentar!

 

„Wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller duschen.“

(Klaus Klages, deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger) [ap16]

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Anmerkungen

[1]: Dass kaltes Abduschen tatsächlich gegen Muskelkater hilft, wissen auch Profisportler. Nachzulesen ist das Ganze hier

[2]: Ein ausführlicher Artikel für eine gute Zahnputzroutine folgt bald.

[3]: Fluch und Segen weißer Handtücher: Wenn sich ein Gast bei euch das Handtuch mal ordentlich durch die Kimme zieht, wisst ihr gleich Bescheid! 

Literaturverzeichnis

[hu16]: Huffingtonpost: „5 Dinge, die Sie beim Duschen wahrscheinlich verkehrt machen“. Website, Stand 20.08.2016. URL: http://www.huffingtonpost.de/2014/02/06/duschen-falsch_n_4740034.html

[Wi16]: WikiHow: “Richtig duschen”. Website, Stand 20.08.2016. URL: http://de.wikihow.com/Richtig-duschen

[Br16]: Brigitte: “Richtig duschen. Darauf sollten Sie achten.” Website, Stand 20.08.2016. URL: http://www.brigitte.de/beauty/haut/hautpflege--richtig-duschen--darauf-sollten-sie-achten-10112716.html

[So16]: SOTT: “Wichtige Gründe, warum Sie unbedingt kalt duschen sollen”. Website, Stand 20.08.2016. URL: https://de.sott.net/article/15582-Wichtige-Grunde-warum-Sie-unbedingt-kalt-duschen-sollten

[Ge16]: Gesundheit heute: “Wie oft duschen ist gesund?” Website, Stand 20.08.2016. URL: http://www.gesundheute.com/wie-oft-duschen-ist-gesund/

[Jo16]: Jolie: “Wie oft duschen?” Website, Stand 20.08.2016. URL: http://www.jolie.de/beauty/wie-oft-duschen

[Ap16]: Aphorismen: “Duschen”. Website, Stand 20.08.2016. URL: https://www.aphorismen.de/zitat/67170

[Wa13]: WALZ, Udo: HairAffair! Tipps und Tricks. BuchVerlag für die Frau, 2013

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Text: Herr LÿÐmann*

Bildmaterial: hercegphotography**

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