Sei nett zu deinen Haaren: 21 Tipps für die optimale Haarpflege

Je älter man wird, desto wichtiger erscheint es, jedem einzelnen Körperteil immer mehr und speziellere Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Das Paradebeispiel dafür sind unsere Haare: Mit 17 kraftvoll, voller Volumen und splissfrei, können sie sich im Laufe der Jahre durch zu häufiges Färben, Bleichen und seltsamer Haarpflegeprodukte zu einem wahren Grauen auf dem Schädel entwickeln. Haare, die richtig gepflegt und natürlich frisiert sind, können nicht nur ganz toll aussehen, sie verhelfen ihrem Besitzer dadurch zu mindestens 10 Attraktivitätspunkten mehr. Warum? Glänzendes Haar gehört zu den Schönheitsidealen, die alle Menschen auf der Erde, unabhängig vom Kulturkreis, attraktiv finden [BZ09] [1].

 

Wenn du also nach schönerem Haar, ganz ohne gemeine Haarbrüche strebst, dann können dir diese 21 Tipps helfen! 

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Allgemeine Tipps für die Haarpflege

Aufgebaut ist dieser Artikel dabei nach 5 verschiedenen Themen, in denen du die optimalen Tipps zur Haarpflege erhältst. Den Anfang machen erst einmal ganz allgemeine Tipps rund um die richtige Haarpflege. 

1) Fummel nicht zu viel in deinen Haaren herum

Goldregel Nummer 1. Fummel nicht jeden Tag und ständig in deinen Haaren herum [So08]. Nicht nur, dass es die reinste Zeitverschwendung ist, morgens jede einzelne Strähne zu legen, weil der Wind beim Arbeitsweg eh alles wieder zerstört, es ist auch nicht gut fürs Haar. Dein Haar lässt dich dann mit 25 schnell wie 45 aussehen. 

2) Benutze keine zu schmalen Kämme

Benutze niemals zu enge Kämme [Wa13], da sie dir unendlich viele Haare ausreißen. Sie rauen außerdem den Haarschaft auf und sorgen so dafür, dass die Haare viel schneller brechen. Besser sind hier grobzinkige Kämme mit ganz breiten Abständen.  

3) Zwirbli, Zwirbli

Das Zwirbeln der Haare ist eine Katastrophe für die Haare. Man zieht sich Haare aus, das Haar wird ebenfalls unnötig aufgeraut und dadurch erhöht sich wiederum die Häufigkeit des Brechens. Nach Udo Walz sei das Haare zwirbeln genauso schlecht wie Nägelkauen [Wa13]. Falls du auch darunter leidest, findest du hier ein paar Tipps

Tipps für die richtige Haarwäsche

Bevor ich begann, mich mit diesem Thema zu beschäftigen, dachte ich, ich mache schon ein paar Sachen richtig. Denkste! Es gibt so viel, was man schon allein bei der Haarwäsche komplett falsch machen kann, sodass ich dir das nicht vorenthalten möchte: 

4) Bevor die Haare gewaschen werden: Ausbürsten!

Da bekanntlich viele Haarstyling-Produkte benutzt werden, müssen diese vor dem Waschen möglichst sanft ausgebürstet werden. [Wa13] So kann das Shampoo das Haar einfach besser reinigen (durch die Vorreinigung) und kann auch überall besser wirken (gilt auch für die Pflegeprodukte), weil sich keine Stylingreste in verknoteten Haaren verstecken können. Es ist außerdem ziemlich stressig für das Haar, wenn es halb verknotet eingeschäumt und weiter verknotet wird. Richtig gut bereitet man die Haare übrigens fürs Waschen vor, wenn man mit Haaröl vorpflegt. [co16] 

5) Niemals zu viel Shampoo und Pflegeprodukte benutzen

Nach Udo Walz ist eine wichtige Regel der Haarpflege, nicht zu viel Shampoo zu benutzen. [Wa13] Eine kleine Menge reicht aus, um das ganze Haar einzuschäumen. Nicht nur sparstdu dadurch Geld, die Wahrscheinlichkeit, dass Shampooreste im Haar verbleiben und nicht ordentlich ausgespült werden, ist logischerweise viel höher wenn du mehr Shampoo benutzt. Also lieber nicht so fest auf die Tube drücken. :D 

6) Wo man genau wäscht und pflegt

Bei der eigentlichen Haarwäsche wird eigentlich weniger das Haar gewaschen, sondern mehr die Kopfhaut. Gutes tust du hier, wenn du wenig Shampoo nimmst und es mindestens 5 Minuten sanft einmassierst. [co16] Bei der Spülung ist es dann genau umgedreht: Das benutzt du weniger für die Kopfhaut, sondern für die Haarspitzen. Es macht sonst die Haare eher schwer und dadurch lassen sie sich auch schlechter frisieren. [Fr16] 

7) Nicht zu heiß, aber trotzdem ordentlich ausspülen

Wenn du fertig mit Einshampoonieren und Pflegen bist, dann spüle dein Haar mit nicht zu heißem Wasser aus. Außerdem solltest du darauf achten, dass du wirklich alles ordentlich und sauber ausgespült hast. Möchtest du extra Glanz erreichen, dann spüle das Haar abschließend mit kaltem Wasser ab [co16] (diese Kaltdusche empfehle ich übrigens auch für den gesamten Körper). 

8) Handtuch und nasse Haare: Lieber nicht zu stark rubbeln

Die Haare sind nass und schwer nach dem Waschen. Den gröbsten Fehler, den man hier machen kann ist, dass man die Haare total verrückt und crazy durchrubbelt. Es ist eher ratsam, diese nur leicht und vorsichtig abzutrocknen, damit sie nicht zu stark beschädigt werden. [Wa13] 

9) Enge Kämme und nasse Haare: Lieber nicht

Der Tipp, den ich anfangs mit den engen Kämmen gegeben habe, der gilt ganz besonders für nasse Haare: Niemals, wirklich niemals, die Haare nach dem Waschen mit einem engen Kamm kämmen. Nasse Haare sind sehr empfindlich und brechen dadurch doppelt so schnell. Auch hier solltest du breite Kämme oder eine Skelettbürste benutzen. [Wa13] 

10) Heißer Föhn und nasse Haare: Lieber nicht

Die Hitze, die man beim Föhn einstellt, stellt man für gewöhnlich schon heiß ein, damit die Haare morgens auch schnell trocken werden. Man hat da ja grundsätzlich Zeitmangel. Will man seine Haare aber nicht zu sehr schädigen, dann sollte man darauf verzichten, die Haare heiß zu föhnen [Fr16]. Ich nehme beispielsweise grundsätzlich nur die erste Hitzestufe und drücke ab und zu sogar noch einmal auf den Kühler. Am allerbesten ist es jedoch, ganz auf das Föhnen zu verzichten und sie locker und leicht an der Luft trocknen zu lassen. 

11) Auskühlen lassen

Nach dieser ganzen Prozedur sollte man den Haaren noch einmal eine kurze Verschnaufpause gönnen, damit sie noch ein wenig auskühlen können. Rennt man beispielsweise sofort aus der Tür raus, hält die Frisur auch nicht so lange [Wa13]. 

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Tipps für das beste Haarstyling

Nach jedem Waschen folgt ja anschließend die Haarstyling-Prozedur. Interessant ist, dass das gleiche wie bei der Haarwäsche hier auch wieder bei mir zutrifft: Erst nachdem ich mich genauer mit diesem Thema befasst hatte, konnte ich einige schädliche Gewohnheiten abstellen (und da wundert man sich, dass die Haare immer so kacke aussehen…). 

12) Weniger ist mehr

Wie auch schon beim Shampoo und der Spülung ist es beim Haarstyling wichtig, weniger Schaumfestiger zu nehmen, als man es gewohnt ist. Udo Walz beispielsweise empfiehlt einen mandarinengroßen Klecks auf die Hand. [Wa13] Nimmt man nämlich zu viel vom guten Schaumfestiger, wird das Haar stumpf und irgendwie klebrig… 

13) Volumen durch Massagen

Da es ja nicht so gesund fürs Haar ist, sich jeden Tag die Haare zu waschen, kann man auch auf einen Trick zurückgreifen: Sehen die Haare beispielsweise kraftlos und schlaff aus, kann  eine Kopfmassage wahre Wunder wirken. Man wirft den Kopf vornüber und massiert vom Hinterkopf bis zur Stirn und zurück. [Wa13] 

14) Glätteisen, Lockenstab und Co.

Wer seine Haare schonmal mit einem Glätteisen oder Lockenstab bearbeitet hat, weiß, wie geil diese Dinger sind. Persönlich entwickelte ich eine Art Sucht zu diesen Geräten: Ich musste mir einfach jeden Tag die Haare mit einem Lockenstab zu Locken drehen, alles schön durchwuscheln und zack! saß meine schöne Lockenfriese. Dass das überhaupt nicht gut für meine Spitzen und generell sowieso schon nicht gut für die allgemeine Haarstruktur war, [Fr16] wird mir jetzt mit voller Wucht klar. So toll diese Werkzeuge nämlich sind: Benutze sie bloß nicht jeden Tag, denn da sie durch Hitze formen, machen sie natürlich früher oder später deine Haare kaputt. Wenn du trotzdem Locken willst, empfehle ich schonende Lockenwickler (aus Schaumstoff oder du formst dir Locken mit den Fingern und klemmst sie mit einer kleinen Nadel fest). 

15) Bürsten, Kämme und Co.

Wenn wir schon mal beim Werkzeug sind: Ordentliche Bürsten und Kämme sind ein unbedingtes Muss für eine gute Haarpflege. Wenn sie aus natürlichem Material und nicht gerade aus Plastik bestehen, machst du alles richtig. Wichtig ist auch, dass du deine Bürsten und Kämme möglichst nicht verleihst, auf Qualität achtest und sie regelmäßig säuberst. Dazu reicht ein Klecks Shampoo, mit dem du die Bürste ganz vorsichtig reinigst. Lasse sie dann an der Luft trocknen [co16], aber bloß nicht auf der Heizung. [Wa13] 

Tipps für den Friseurbesuch

Cool! Geld gespart und Lust, mal wieder zum Friseur zu gehen? Glückwunsch! Wer den Besucht optimal nutzen möchte, dem seien folgende Tipps ans Herz gelegt: 

16) Der heilige Mensch mit der Schere

Jeder hat seine ganz eigene Haarpracht, die unterschiedlichste Pflege benötigt. Was die Pflege deiner eigenen ganz persönlichen Haare angeht, so solltest du schon auf deinen Friseur hören. [Wa13] Er hat schließlich eine Ausbildung genossen und beschäftigt sich schon jahrelang mit dem Thema Haare, er ist der Profi. Wenn er also sagt: „Ich glaube, wir sollten diesmal nicht mehr bleichen, deine Haare sind schon so kaputt, vor allem hier am Hinterkopf…“, dann lass es wirklich lieber bleiben.  

17) Vermeide häufiges Bleichen oder Färben

Wie im vorherigen Abschnitt bereits angedeutet, macht Färben und vor allem Bleichen deine Haare so richtig fertig. Gesund werden die Haare nach jahrelangen Torturen dieser Art eigentlich erst wieder, wenn man beides erst einmal lässt und das Haar Zeit hat, sich zu erholen. Wer es als dunkle Blondine nicht so lange aushält, dem empfehle ich eine schrittweise Umstellung auf Färbung statt Bleichung. Das hilft meistens schon. 

18) Dauerwelle in Kombination mit Färben oder Bleichen

Wenn Färben und Bleichen deine Haare fertig machen, dann ist eine Dauerwelle in Kombination dazu eine echte Tortur für die Haare, vor allem, wenn es in kurzen Abständen gemacht wurde. Daher sollte nach Udo Walz hier auch mindestens 3 Wochen Zeit zwischen den Behandlungen gelassen werden. In dieser Zeit muss das Haar auch intensiv gepflegt werden. [Wa13] 

19) Nachschneiden der Haare

Viele möchten schönes, glänzendes, langes Haar. Wichtig dabei ist jedoch, dass es nicht krampfhaft auf Länge gezüchtet wird, sondern in regelmäßigen Abständen nachgeschnitten wird. Das bedeutet nach Walz: man solle mindestens alle drei Monate nachschneiden, damit es eine gesunde und wallende Haarpracht wird. [Wa13] 

Sport und deine Haare

Zum Abschluss dieses Artikels noch zwei kleinere Hinweise zum Thema Sport, denn dieser kann die Haare auch ganz schön stressen. Dann ist vielleicht dein Körper der Hammer, aber aufm Kopf sieht es schlimm aus!!! 

20) Haare hoch

Wenn du ein kleiner, sehr aktiver Sporttyp bist, dann stecke dein Haar hoch und benutze wenn möglich auch ein Kopfband, um deine Haare komplett vom Gesicht fern zu halten, während du deine tägliche Runde drehst. So kann nämlich der Schweiß nicht in dein Haar laufen. Schweiß enthält ja bekanntlich Salze und dieses Salz wirkt wie ein Brennglas auf den Haaren: Es trocknet das Haar aus (durch die zusätzliche Hitze) und dadurch bricht es natürlich auch wieder schneller. 

21) Schwimmhalle und Meer: haare ausspülen

Das Gleiche gilt auch für den Besuch einer Schwimmhalle oder am Meer: Chlor und Meeressalz schädigen die Haarstruktur, weshalb man wirklich nach jedem Schwimmgang die Haare ausspülen sollte. 

 

Ich hoffe dir schwirrt am Ende dieses Artikels nicht der Kopf nach so vielen Tipps und du setzt sie hochmotiviert und Schritt für Schritt um, um deinen Haaren auch einmal etwas Gutes zu tun. Zum Schluss sei noch angemerkt, dass natürlich auch eine gesunde Ernährung wahre Wunder vollbringen kann. Eine Anregung dazu, findest du hier. Falls du Fragen oder Anregungen hast, schreib mir doch gerne eine Nachricht oder hinterlasse einen Kommentar unter diesem Artikel: Ich freue mich immer über Anregungen und Feedback! 

 

Kleine Rhetorik der Frisur – an den Haaren herbeigezogen.

Ellipse (Glatze); pars-pro-toto (Schnurrbart); Hyperbel (Schulterlang); Archaismus (Vollbart; Knoten); Neologismus (Punk); Metapher (Afro), Euphemismus (Toupet); Oxymoron (Haare auf den Zähnen); Antithese (Langes Haar, kurzer Verstand); Parallelismus (Krauses Haar, krauser Sinn); Katachrese (Haar in der Suppe).

(Prof. Dr. phil. habil. Rainer Kohlmayer)

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Anmerkungen

[1]: Universelle Normen für die Attraktivität eines Menschen sind volle

Lippen, klare sowie glatte Haut„ glänzendes Haar und ein guter Muskeltonus [BZ09].

Literaturverzeichnis

[aph16]: Aphorismen: „Haar“ Website (Stand 27.07.2016) https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Sommer

[BZ09]: BEN-ZE’EV, Aaron: Die Logik der Gefühle. Kritik der emotionalen Intelligenz.

Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main, 2009

[co16]: Cosmopolitan: Tipps für die Haarpflege: 6 Haarpflegefehler die wir nie wieder machen. Website. Stand 28.07.2016. URL: http://www.cosmopolitan.de/tipps-fuer-die-haarpflege-6-haarpflege-fehler-die-wir-nie-wieder-machen-63186.html

[Fr16]: Tipps verschiedener Friseuse aus dem Laden von Kirstin Ellen Vietze, Friseur & Kosmetik GmbH, Dorotheenstrasse 60, 10117 Berlin

[So08]: Version von Dieter Brandecker mit Originalvideo von Baz Luhrmann: „Sonnenschutz, benutzen Sie Sonnencreme.“ Vortrag. Version vom 22.09.2008. URL: https://www.youtube.com/watch?v=4MJVDW6zkks

[Wa13]: WALZ, Udo: HairAffair! Tipps und Tricks. BuchVerlag für die Frau, 2013

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Text: Herr LÿÐmann*

Bildmaterial: hercegphotography**

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