Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln sinnvoll nutzen

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Ach ja, wieder Montag, wieder geht es los: ab zur Arbeit! Seufzend steigst du aus dem Bett, machst dich fertig und schlurfst lustlos zur Bahn. In der Bahn träumst du sinnlos vor dich hin, hängst deinen Allmachtsfantasien und hoffentlich baldigen gigantischen Fähigkeiten nach, bis du das Ziel erreicht hast. Dort denkst du noch kurz wehmütig an deinen Tagtraum, bevor du dich dann doch an die Arbeit machst.  Aber wo von handelte dein Tagtraum? Von Ruhm, unendlicher Macht und Reichtum? Oder von Liebe, Glück und Zufriedenheit? Alles Sachen, die dir irgendwie fehlen? Wenn dies der Fall sein sollte, kannst du den Weg zur Arbeit dafür nutzen, um dir diese Wünsche zu erfüllen! [1] Dazu benötigst du nur einen klaren Plan, um bestimmte Gewohnheiten zu etablieren und deine Zeit auf dem Weg zur Arbeit sinnvoll zu nutzen.

 

Dazu habe ich dir erst einmal für die öffentlichen Verkehrsmittel meine Strategien aufgelistet, die sich bisher alle bewährt haben.  Solltest du weitere Ideen haben, hinterlasse mir doch ein Kommentar, ich freue mich immer über Feedback.

 

Ich bin ein riesen großer Fan von öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie sind extrem sinnvoll und jeder sollte sie so oft wie möglich nutzen. Sie schonen die Umwelt, sind sicher und sparen enorm viel Geld (vergleicht man jetzt die Gesamtkosten – und risiken des Individualverkehrs mit denen für öffentliche Verkehrsmittel). [2] Halleluja den Öffis! Und jetzt wo wir die Öffis fein artig nutzen und uns auf unsere eigene Fortbewegung nicht konzentrieren müssen, können wir total viel sinnvollen Scheiß anstellen. Vorher solltest du dich aber darum kümmern, dass du natürlich erst einmal den Klassiker im sinnvollen Öffinutzen erfüllst: Wo steige ich in der Bahn ein, um schnell an der Treppe zur nächsten Bahn zu sein, bzw. welche Wege zwischen den Bahnsteigen und Treppen sind die Kürzesten? Und das aller, allerwichtigste: MUSIK! Nimm dir unbedingt dein Handy oder MP3 Player mit und höre deine Lieblingsplaylist rauf und runter.

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Hinfahrt

Auf der Hinfahrt zur Arbeit ist man meistens noch fit im Schädel. Das solltest du ausnutzen! Daher rate ich dir zur geistigen Anstrengung schon vor der Arbeit (so wird man übrigens auch viel schneller wach).

Arbeit, Arbeit

Für längere Zugfahrten lohnt es sich den Laptop mitzuschleppen und an Word Dokumenten (bestenfalls dein heimliches Projekt um Millionär zur werden) oder Präsentationen zu feilen. Längere Zugfahrten sind aber leider nicht so oft der Fall: die meisten fahren jeden Tag so zwischen 20 bis 30 Minuten... Daher lass den Laptop lieber zu Hause, der Stress lohnt nicht.

Fachbuch

Du interessierst dich für ein bestimmtes Wissen aus einem Fachgebiet, dass du zur Gründung deiner Firma brauchst? Dann lies genau dieses Buch morgens in der Bahn. Fachbücher sind meistens anstrengender zu lesen als ein Roman mit einem blonden Highländer…

Motivationsbuch

Oh ja ich liebe diese Bücher! „Wie werde ich Millionär?“, „Die 4 Stunden Woche“ oder: „Kraft durch positives Denken!“ Sie machen gute Laune und sind hochmotivierend. Beste Voraussetzungen um mit diesen Eigenschaften am Arbeitsplatz zu erscheinen. Meine Favoriten habe ich dir unten in der Infobox aufgeschrieben.

Podcast

Wenn deine Augen morgens sehr schwer sind, wie wäre es statt Lesen mit einem Hörbuch? Oder einem Podcast? [3] Während du diese hörst, kannst du heimlich andere Menschen beobachten und darüber sinnieren, wie der Mensch auf die geniale Idee der Gesichtsproportionen und ihrer Einteilung gekommen ist. [4]

Gehirnjogging

Wenn du einen Nintendo DS hast, kannst du Dr. Kawashimas Gehirnjogging spielen! Das macht dich klüger und fitter im Kopf. Aber es gibt natürlich im großen weiten Internet noch viel mehr Möglichkeiten des Gehirnjoggings... [5]

Planen, planen, planen

Es ist clever, sich bereits in der Bahn Gedanken über den Tag zu machen: Was muss heute alles dringend erledigt werden? Was ist von letzter Woche liegen geblieben? Am besten du schreibst dir eine To-Do-Liste mit Prioritäten, bereitest dich also schon mental auf die Arbeit vor.

Rückfahrt

Da man auf der Rückfahrt nach Hause schön kaputt ist, ist meine persönliche Erfahrung, dass es sich kaum lohnt, hier noch kurz in ein Fachbuch zu gucken. Der Kopf ist so schwer und möchte eigentlich nur entspannen. Daher rate ich bei den Rückfahrten zu semi-anstrengenden, aber trotzdem noch sinnvollen Tätigkeiten:

Freunde anrufen oder anschreiben

Eine gute Idee ist es, auf der Rückfahrt jemanden aus dem Freundes- oder Familienkreis anzurufen (wenn die Bahn einigermaßen leer ist und du kein Problem damit hast, dich in der Öffentlichkeit LEISE zu unterhalten). Ansonsten gibt es die Möglichkeit, dass du jeden Tag mindestens zwei deiner Freunde anschreibst und dich nach ihrem Befinden erkundigst. Es gibt garantiert viele, die du gern hast, aber die du schon ewig nicht gesprochen hast. Whats app oder eine nette E-Mail sind da immer eine schöne Abwechslung. Auch wenn man „nur“ textet: es ist immer noch besser als gar nichts!

Heimliches Meditieren

Das ist eigentlich der einzige Nachteil an öffentlichen Verkehrsmitteln: sie sind eben Öffentlich. Das ist aber alles kein Problem, wenn man sich unauffällig und ruhig verhält und schreiende Kinder mit Engelsgeduld ausblendet. Schließe die Augen und fahre im Geist durch deinen Körper, sprich jeden einzelnen Teil an und verlangsame nach und nach deinen Herzschlag [6]. Steigst du dann aus der Bahn aus, bist du vollkommen entspannt für deinen Feierabend.

Schlafi

Der Punkt ist quasi wie „Heimliches Meditieren“ nur ohne „Heimliches Meditieren“. Du machst einfach die Augen zu und pennst eine Runde. Manche kriegen das ja 1A hin. Ich hab dabei immer Probleme, weil ich Angst habe, meine Station zu verpassen. Solltest du auch zu denen gehören, die sich deswegen nicht so leicht entspannen können, stell dir einfach einen Wecker mit der geschätzten Zeit bis zur Station.

Handarbeiten wie stricken oder häkeln

Bestimmt hast du auch schon einmal neidisch auf die Menschen geschaut, die geschickt und galant in der Bahn mal fett eine Mütze gestrickt haben. Mit total genialem Muster. Oder süße, schweißweiße Söckchen. Wenn du das auch kannst: Genial! Du kannst quasi in der Bahn deine eigene Kleidung produzieren, wie sinnvoll ist das denn? 

Planen, planen, planen

Da Planen und Strukturieren geile Tätigkeiten sind, kannst du auch auf dem Weg nach Hause den nächsten Tag vorplanen, indem du unerledigte Aufgaben vom heutigen Tag auf die To-Do-Liste von morgen übernimmst. Es lohnt sich auch, den heutigen Tag Revue passieren zu lassen: Was ist vielleicht nicht so gut gelaufen? Was müsste verbessert werden im Tagesablauf?

 

Du siehst: es gibt so viele Möglichkeiten der sinnvollen Fahrt zu Arbeit.

Demnächst schreibe ich auch einen gesonderte Artikel über die Fahrt mit den Auto und vor allem: über die Fahrt mit dem Fahrrad. Da gibt es nämlich grundlegende Unterschiede, die es unbedingt zu beachten gibt. Ich hoffe, du konntest dir ein paar Anregungen holen und freust dich schon auf die nächsten Fahrten zur Arbeit!

 

Das ist ein schöner Zug an dir, sagte der Autofahrer zur Lok und löst eine Fahrkarte.

(Manfred Hinrich , deutscher Philosoph)

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Anmerkungen

[1]: Wie du diese Tag- und heimlichen Lebensträume strukturierst, erfährst du hier.

[2]: Autofahrer kosten den Steuerzahler mehr Geld, als der Ausbau eines öffentlichen Verkehrsnetzes. [Öff04]

[3]: Dazu empfehle ich übrigens die kostenlosen Podcasts von DRadio Wissen. Die haben sogar eine eigene Reihe die Vorlesungen aus Universitäten beinhaltet. Das ist so toll, ich liebe diesen Radiosender!

[4]: Wusstest du, dass die Augenmitte immer mit den Mundwinkeln in einer Linie steht? Alle genauen Proportionen, die man kennen sollte, um einen ordentlichen Menschen zu zeichnen, findest du hier.

[5]: Auf dieser Seite kann man ganz nette Logikspiele spielen.

[6]: Ganz tolle Entspannungsübungen gibt es auf Youtube.

[7]: Ich kenne Leute, die sind wahre Meister im Öffi-Schlafen. Sie steigen ein, machen die Augen zu, pennen bis zu ihrer Station, wachen auf und steigen aus. Diese 20 Minuten Bahnschlafen gehören für sie zum festen Tagesrhythmus. 

Literaturverzeichnis

[Öff04]: "Öffentlicher Nahverkehr: für alle vorteilhaft." PDF (Stand 2004), Münchener Verkehrs- und Tarifbund

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Text: Herr LÿÐmann*

Bildmaterial: hercegphotography**

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