Wie du deine Lebensträume wahr werden lässt

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Jeder hat sie in unterschiedlichen Ausprägungen:

Lebensträume, die uns immer wieder in den Sinn kommen, sei es kurz vor dem Einschlafen, in der U-Bahn, auf dem Laufband oder bei der einsamen Raucherpause.

 

„Wie geil wäre es, wenn ich perfekt Gitarre spielen könnte? Wenn ich auf einer Bühne stünde und…“

(…mit einer brennender Gitarre in der Hand steht sie vor jubelndem Publikum. Auf einem Motorrad springt sie von einem fliegenden Wal, ihre Regenbogenrüstung wirft den Schein eines einschlagendes Blitzes wider, während sie das schwierigste Solo aller Zeiten aufführt.)

 

„Wenn ich doch so nur gut zeichnen könnte, dass alles was in meinem Kopf ist genauso aufs Papier kommt…“

(…Berlin, eine Gamesfirma. Alle versammeln sich um ihren Bildschirm und machen „oooh“, „woah“ und „uuuh“. Das Gleiche passiert dann nochmal als sie das Concept perfekt in 3D umsetzt. Dann guckt sie auf ihren Gehaltscheck: er beinhaltet eine fünfstellige Zahl. Pro Monat. Netto.)

 

„Es wäre herrlich wenn ich so gut schreiben könnte, dass ich alle mit meinen Geschichten fessle…“

(… Eine Preisverleihung. Es gibt fünf Nominierte beim diesjährigen Literatur-Nobelpreis. Ihr perfekter Elfenkörper steckt in einem eleganten Kleid, geschmückt mit vielfarbigen Diamanten. Gerade unterhält sie sich angeregt mit Angelina Jolie, als plötzlich und unerwarteter Weise (womit sie nie, nie, nie, ach NEIN WIRKLICH NIE gerechnet hätte) ihr Name verkündet wird... )

 

…So ähnlich könnte ich das jetzt ewig fortführen. Träume.

Träume können bekanntlich auch Schäume sein. Damit sie real werden, muss man seine Gedanken in die Tat umsetzen. Das geht nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit, Disziplin, Pläne und Belohnungen.

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Träume mit einem Traumbuch managen

Mit einem solchen Buch verfolgt man eine bestimmte Taktik um alle Träume zu strukturieren und in Teilzielen umsetzen zu können. Die Idee dazu lieferte mir Tim Ferris in seinem Buch „Die vier Stunden Woche“, die ich etwas ausgebaut habe. Bitte setz dich kurz hin, mach Facebook, Handy und Fernseher aus und nimm dir einen Zettel sowie einen Stift: du findest jetzt nämlich heraus, was du konkret im Leben willst (wenn du es nicht schon weißt).

Schritt 1: Fragen, Fragen, Fragen.

Bitte stell dir folgende Fragen und schreibe sie vorne oder hinten auf die ersten Seiten eines linierten, karierten oder blanken Büchleins:

Frage 1: Was will ich in meinem Leben tun?

Diese Frage beinhaltet alles, was man unbedingt mal machen möchte, bevor einen das Zeitliche segnet: Wale sehen, einen Fallschirmsprung absolvieren, an einem Marathon teilnehmen , Handstand können oder Harald Lesch treffen.

Frage 2: Wer oder was möchte ich sein?

Diese Frage ist schon etwas schwieriger zu beantworten. Münze einfach deine Tagträume mit der brennenden Gitarre hierauf um, in dem du dich fragst, wer du sein müsstest um das Bild in deinem Kopf Realität werden zu lassen: guter Gitarrist, guter Tänzer, der englischen Sprache mächtig, Model, Schauspieler oder …Schlitzohr.

Frage 3: Was möchte ich besitzen?

Diese Frage ist im Vergleich zur Zweiten und Ersten schon etwas einfacher zu beantworten. Irgendwas gibt es immer, was man noch haben möchte. Falls dir die Ideen ausgehen, geh einfach mal von Zimmer zu Zimmer und schreibe dir auf, was an der Einrichtung nicht stimmt. Alleine damit füllt man mindestens eine Seite. Oder kommt mal vorbei und fragt mich! Mir fällt leider immer etwas ein wo man Geld rein schmeißen kann. 

Schritt 2: Schreiben, Schreiben, Schreiben.

Schreibe zu jeder Frage zehn Dinge oder mehr auf. Achte aber darauf, dass die „Tun-Liste“ deutlich länger ist, als die „Haben-Liste“. Das ist wichtig, weil Besitz auf die eine oder andere Weise beruhigt und vieles einfacher macht, das pure Glück aber durch vielfältige Erfahrungen erreicht wird.

Schritt 3: Wertigkeiten

Priorisiere nun die Dinge für jeden der drei Bereiche, wobei 1 für „lebensnotwendig“, 2 für „wichtig“ und 3 für „joar, aber Geld fehlt“ steht. Am besten ist es, wenn du anschließend für jeden Bereich ca. zwei Wunschziele auf Priorität 1 setzt.

Schritt 4: Teilziele

Meine Empfehlung ist, dass diese drei Listen entweder auf den ersten oder den letzten Seiten des Buchs stehen. Dazwischen legst du dir Themenbereiche für jedes der ersten beiden Ziele an und schreibst dort Teilziele hinein. Lasse zwischen den einzelnen Träumen Seiten frei, denn große Ziele haben viele Unterziele und Unterunterziele, die dir erst später klar werden. Als Beispiel:

 

Prio 1: Ich möchte eine gute Grafikerin werden!

Teilziel A: Von Montag bis Donnerstag zwanzig Minuten vor dem Abendbrot zeichnen.

Teilziel B: Ein Buch über Körperformen bestellen und die ersten beiden Kapitel lesen.

 

Teilziel C: Einen günstigen Grundkurs heraussuchen.

Schritt 5: Deadlines

Zu jedem der Teilziele legst du nun eine Deadline fest, wann du das Ziel erreicht haben willst:

 

Teilziel A, bis 01.xx.20xx: 

Von Montag bis Donnerstag zwanzig Minuten vor dem Abendbrot zeichnen.  

Teilziel B, bis 31.xx.20xx: 

Ein Buch über Körperformen bestellen und die ersten beiden Kapitel lesen.   

Teilziel C, bis 15.xx.20xx: 

Einen günstigen Grundkurs heraussuchen.

Schritt 6: Belohnungen

Anschließend überlegst du dir was du dir gönnst, wenn du eines der Teilziele erreicht hast. Ich nehme dafür gerne einen Teil aus meiner Haben- oder Tun-Liste.

Schritt 7: Sich selbst überprüfen

Jetzt wo alles definiert ist und du hoch motiviert in die erste Woche startest, ist es wichtig, dass du eine Erfolgskontrolle betreibst. Das Traumbuch sollte regelmäßig in die Hand genommen werden. Ich persönlich bevorzuge eine Aktualisierung jede Woche nach meinem Großputz. Du kannst es gerne auch seltener machen, wichtig ist eine Regelmäßigkeit.

 

Einmal im Jahr kurz vor Sylvester ist allerdings zu wenig. Ziele und Projekte können maximal zwei Wochen im Voraus detailgenau geplant werden, danach verschätzen wir uns meistens um ein vierfaches. Also keine Teilziele definieren die so aussehen:

 

Teilziel D: 

Alle Vokabeln der englischen Sprache lernen. Dieses Teilziel ist zu groß und nicht überschaubar. Besser wäre:

Teilziel D: 

15 Vokabeln bis 31.xx.20xx lernen.

Schritt 8: Die Superhelden-Seite

Wenn du dein individuelles Traumbuch aufgebaut hast, schon einige Teilziele erreicht und eine Erfolgskontrolle etabliert hast, ist es Zeit für die lÿdische Superhelden-Seite. Auf dieser Seite stehen die Dinge, an die du nicht mal im Traum denkst sie wirklich schaffen zu können.

 

Als Beispiel:

Eine fettere Bühnenshow als Rammstein bieten oder

Der beste Concept-Artist der Welt werden oder

Den Literatur-Nobelpreis gewinnen…

etc. 

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Noch ein wichtiger Rat:

Sei nicht böse auf dich selbst wenn du ein Teilziel nicht erreichst. Scheitern und immer wieder Scheitern gehört dazu. Wichtig ist das du nicht aufhörst, sondern weitermachst. Vielleicht war das Teilziel zu groß und du musst es kleiner machen? Oder vielleicht war der angedachte Zeitraum zu knapp bemessen? Denk darüber nach, was der Grund war, lerne aus deinen Fehlern und resigniere nicht.

 

"Ein Experte ist jemand, der in einem begrenzten Bereich schon alle möglichen Fehler gemacht hat"

(Nils Bohr, dän. Physiker)



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Text: Herr LÿÐmann*

Bildmaterial: hercegphotography**

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